Feuerbestattung - Piétorium Ludwigsfelde

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Die Feuerbestattung


Nach der Beisetzungsfeier wird der Sarg mit dem/der Verstorbenen in den Ofenraum befördert. Die Identität des/der Verstorbenen wird registriert und ein feuerfester Identifizierungsstein wird auf den Sarg gelegt. Die Feuerbestattung dauert etwa 75 Minuten. Nach der Feuerbestattung wird die Asche gesäubert und zusammen mit dem Identifizierungsstein in einer Urne untergebracht. Danach wird die Asche freigegeben.

Da die heutigen Vorschriften die Beobachtung des Kremierungsvorganges auch durch die nächsten Angehörigen im Regelfall verbieten (Betriebsordnung für Feuerbestattungsanlagen), umgibt die Einäscherung die Aura des Geheimnisvollen. Noch dazu gibt es aus jüngerer Zeit nahezu keine Literatur über dieses Thema. Ein Mysterium? Ein Grund mehr, einmal über dieses Thema zu schreiben.

Die Einäscherung findet in einem sogenannten "Muffelofen" statt. Beim Muffelofen berühren die Flammen den Leichnam nicht. Der Muffel wird auf die Verbrennungstemperatur vorgeheizt, erst dann wird der Leichnam eingeschoben. Zunächst werden den sterblichen Resten das Wasser durch die Muffel entstehende Heissluft entzogen. Nachdem der Leichnam dehydriert ist, entzündet er sich von selbst. Die Entzündungstemperatur der getrockneten Leiche liegt unterhalb der  Betriebstemperatur. Je nach Körper und Sarg gestaltet sich jeder  Kremationsverlauf individuell.
Es gibt verbindliche Anweisungen und Richtwerte für die Bedienung der Feuerbestattungsanlage. Die optimale Kremation besteht aus der genauen Dosierung von Heiztemperatur und zugefügtem Sauerstoff. Diese Mischung wird mittels einem computergesteuerten Überwachungssystem geleitet und bürgt für äusserste Genauigkeit.

Bei einer Einäscherung werden Schadstoffe, die sich eventuell im Körper befinden, neutralisiert. Arzneimittel und andere pharmazeutische Produkte, die sich möglicherweise noch in den sterblichen Überresten befinden, werden durch die hohen Temperaturen fast vollständig vernichtet. Eine Nachbrennung neutralisiert die Gase, so dass eine moderne Einäscherungsanstalt weder Rauch noch Geruch ausstösst (Vorschriften des Bundes-Immissions-Schutzgesetz). Folglich sind die Berichte von "Zeitzeugen", die in der Nähe bestimmter Krematorien den Geruch von "verbranntem Fleisch und Haaren" wahrgenommen haben wollen, als unrichtig zu bezeichnen.
Die Einäscherung ist eine Beschleunigung des natürlichen Auflösungsprozesses unter überwachten Umständen. Was bei einer traditionellen Beerdigung Jahre dauert, geschieht hier in etwa einer Stunde.

Die Verbrennung der Leiche hat keine nennenswerte Einwirkung auf die Umwelt. Die Einäscherung von Leichen ist eine durchaus pietätvolle, hygienische und eine empfehlende Art der Bestattung.

 
 
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